Wirtschaftsgespräch in Hof: Gewerbeverein stellt „Hofer Erklärung“ vor
- gewerbeverein-hof
- vor 22 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Stunden
Auf Initiative der CDU-Kreistagsfraktion fand am Mittwoch, den 04.02.2026 im Ristorante Divino in Hof ein Wirtschaftsgespräch zur Zukunft des ländlichen Raums statt. Die Fraktion hatte den Gewerbeverein Hof eingeladen, die Veranstaltung gemeinsam auszurichten und die Perspektive der örtlichen Wirtschaft einzubringen. Fraktionsvorsitzender Dr. Stephan Krempel eröffnete den Abend und verwies auf die regelmäßigen Vor-Ort-Termine der Fraktion im gesamten Kreis, um mit Unternehmen, Kommunen und gesellschaftlichen Akteuren ins Gespräch zu kommen. Bewusst sei die Wahl diesmal auf Hof gefallen: „Gerade hier sieht man, dass Wirtschaft auch im ländlichen Raum blühen kann. Hof ist für uns ein gelungenes Beispiel dafür, wie starkes Wirtschaften vor Ort funktioniert“. Rund 35 Gäste aus Politik, Verwaltung und Unternehmerschaft folgten der Einladung zur öffentlichen Veranstaltung.
Ortsbürgermeister Jochen Becker stellte sodann die Gemeinde Hof und ihre vielfältigen Infrastrukturen vor, die wesentlich zur hohen Lebens- und Standortqualität beitragen. Im Anschluss gab der Vorsitzende des Gewerbevereins Hof, Robert Fischbach, einen Überblick über die besondere Wirtschaftsstruktur des Ortes, stellte den Gewerbeverein und seine Arbeit vor und führte in die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor Ort ein. Der Landtagsabgeordnete Janick Pape knüpfte daran an und gab Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Vorhaben auf Landesebene.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung der „Hofer Erklärung“, die der Gewerbeverein im Dialog mit seinen Mitgliedern erarbeitet hat. Darin werden zentrale Herausforderungen benannt, mit denen Unternehmen und ehrenamtlich Engagierte im ländlichen Raum zunehmend konfrontiert sind. Insbesondere komplexe Genehmigungsverfahren, langwierige Abstimmungsprozesse, steigende steuerliche Belastungen sowie rechtliche Hürden bei Veranstaltungen oder verkaufsoffenen Sonntagen erschweren aus Sicht der örtlichen Wirtschaft Investitionen und unternehmerisches Engagement. „Eine starke lokale Wirtschaft entsteht dort, wo Engagement aktiv ermöglicht wird. Unsere Betriebe und Vereine sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – sie brauchen dafür vor allem verlässliche und faire Rahmenbedingungen“, erklärte Fischbach.
In der anschließenden Diskussion wurde intensiv über konkrete Lösungsansätze gesprochen. Teilgenommen haben unter anderem der Bundestagsabgeordnete Harald Orthey, der Europaabgeordnete Ralf Seekatz, Landrat Achim Schwickert, die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland, Bürgermeister Marvin Kraus sowie zahlreiche Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Verwaltungsverfahren praxistauglicher und schneller gestaltet werden können, damit gute Ideen vor Ort nicht an unnötiger Bürokratie scheitern. Auch die aktuellen Rahmenbedingungen für den Einzelhandel und die Durchführung von Veranstaltungen wurden ausführlich erörtert.
Der rund zweistündige Austausch zeigte, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung im ländlichen Raum sind. Mit der „Hofer Erklärung“ setzt der Gewerbeverein konkrete Impulse und versteht sich auch künftig als Ansprechpartner im konstruktiven Dialog mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft.
Die Erklärung kann unterhalb heruntergeladen werden.




